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Wie delegiert man richtig? Hier meine besten Tipps!

Verfasst von Bernhard-Stefan Müller

Kennst du das Gefühl? Dein Schreibtisch geht vor lauter Arbeit über, du hechtest ständig deinem Zeitplan hinterher obwohl eh schon die Mittagspause gekürzt, oder ganz ausgelassen wurde?

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Kennst du das Gefühl? Dein Schreibtisch geht vor lauter Arbeit über, du hechtest ständig deinem Zeitplan hinterher obwohl eh schon die Mittagspause gekürzt, oder ganz ausgelassen wurde?

Das Zauberwort heißt DELEGIEREN

„Bevor ich das wen anderen machen lasse, kann ich es auch selbst machen. Das wird sowieso nicht so, wie ich es haben will“ höre ich jetzt schon den einen oder anderen sagen oder denken. Meist liegt dieser Fakt aber nicht an deinen Mitarbeitern, sondern an deiner Art der Delegation! Delegieren will gelernt sein: Delegieren vom lateinischen delegare, bedeutet jemandem eine Aufgabe weiterreichen, oder abordnen.

Damit dieser Jemand diese Aufgabe aber übernehmen und zu deiner Zufriedenheit ausführen kann, braucht er den Informationsstand, den du hast. Auch kleine Details, die für dich selbstverständlich erscheinen, müssen angesprochen werden.

Ein Beispiel: Du delegierst deinem Mitarbeiter die Besorgung eines Baumes. Du hast kürzlich ein Haus gebaut dein erstes Kind ist unterwegs und du planst den nächsten Punkt deiner Bucketlist abzuarbeiten. Dein Mitarbeiter erscheint mit einem Baum bei dir: Welches Bild eines Baumes ist denn, während du diese Zeilen liest in deinem Kopf entstanden? In meinem Kopf sehe ich einen Obstbaum vor mir, der in den nächsten Jahren wunderbar rote Grafensteineräpfel tragen wird. Sind beides Bäume? Ja sind es.

Der Mitarbeiter hat in diesem Fall keinen Fehler gemacht, sondern wir haben nicht richtig delegiert. Natürlich kann es manchmal sinnvoll sein, dem Mitarbeiter den Lösungsweg für das anstehende Problem offen zu lassen. Wenn du aber bereits eine ganz konkrete Lösungsvariante im Kopf hast, wäre es widersinnig den Lösungsweg offen zu lassen. Jeder Mensch hat andere Denkansätze und Herangehensweisen, du kannst von niemandem erwarten in deinen Kopf blicken zu können. Loslassen und ergebnisoffen sein: Ist deine Lösungsvariante die einzig richtige? Ja, wir Führungskräfte denken oftmals, dass für eine adäquate Lösung nur unser Lösungsweg geeignet ist. Loslassen und ergebnisoffen sein ist hier die Devise.

Der deutsche Modeunternehmer Wolfgang Grupp hat das so zusammengefasst: „Wenn die Stoffe um 3 Uhr nachts drohen auszugehen und die Mitarbeiter warten, bis ich um 8 Uhr eine Entscheidung treffe, steht unsere Produktion still. Wenn sie aber eine grüne, eine rote und eine blaue Stoffbahn färben, können wir zumindest in diesen Farben weiterproduzieren, auch wenn wir vielleicht eher Pink oder Gelb bräuchten. Aber jedes Ergebnis ist besser als kein Ergebnis“ Wenn wir ein konkretes Ergebnis erwarten, müssen wir dieses also auch konkret mit dem Mitarbeiter abstecken.

In wenigen Schritten zur Delegation:

  1. Ziel definieren – was soll als Ergebnis konkret heraus kommen
  2. Lösungsweg definieren (wenn dieser in Ihrem Kopf schon konkret besteht)
  3. Arbeitsmittel, Daten, Dokumente, Kontakte zur Verfügung stellen
  4. Reporting einfordern – sie müssen stets über den Status bescheid wissen
  5. Deadline setzen

Viel Spaß beim Delegieren wünscht dir

Bernhard-Stefan Müller